Archivio per la categoria ‘Berlinismo’

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Im fünfundsiebzigsten Jahr

13/11/2011

Du hast ja immer gern mit der Selbstdarstellung gespielt, ein Einzelgänger zu sein, zur Einsamkeit verurteilt, in deinem ”Inselland“. http://www.youtube.com/watch?v=2KH_jznEViQ

Das stimmte, wahrscheinlich – ich wollte grade sagen, ”Du hattest recht“, aber um diese Einräumung kämpfst Du in jedem Gespräch, dass Du führst, und wartest darauf, selbst wenn Du sie nicht verdienst, Du Stolzer, also sage ich: das stimmte – das stimmte, wahrscheinlich, aber zu deinem 75. Geburtstag bekommst Du wieder vor Augen, wie Du beliebt bist und wie Dein Gesang, selbst Deine Selbstdarstellerei, uns alle begeistert.

Und ich bin heute Abend dabei.

Ich kann nur zuhören und leise mitsingen, bin selbst kein Dichter, wie Dein großer Bruder Franz Villon oder Du, unser großer Bruder Wolf Biermann. http://www.youtube.com/watch?v=XMRagtrsSlA

Vielleicht werden die Dichter einer jüngeren Zeit von Dir träumen, dass Du bei ihnen im Schrank wohnst und nachts entlang und über die Mauer der neuen Zeit spazierst, lächelnd, unerschrocken. Bin selbst kein Dichter, und kann deshalb nur zuhören.

Ich wüßte nicht, was ich auf Erden lieber machen würde.

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Wovon soll ich dann am Freitag leben?

03/05/2011

Frühlingsanfang auf der Bank vorm Anhalter Bahnhof

Vierter Klasse wär’ es noch mehr billig.
Aber da käme ich später an.
Und dann ist die Stellung vielleicht schon vergeben,
Und die Frau Bauratswitwe sagt dann
Wieder: Ich sei arbeitsunwillig.

Und wovon soll ich dann am Freitag leben?
Am liebsten möchte ich gar nicht fahren.
Da könnten wir all das Fahrgeld sparen,
Und lieber versaufen.
Und da können wir noch die beiden Weinflaschen verkaufen.

Da wird man wieder mal richtig vergnügt.
Und hauen uns nachts auf die Bretter am Halleschen Tor,
Wo manchmal der Bolzenmax liegt.
Jetzt kommen schon die Krokusse vor,
Da ist es schon nicht mehr so kalt.

Und morgen werden wir sehn, wo wir bleiben.
Da werden sie uns auseinandertreiben
Wie die Pferdeäppel auf’m Asphalt.
Ob es wohl wahr ist, wenn man noch lebt – daß man
Seine Knochen an die Akademie verkaufen kann?

Joachim Ringelnatz, 1924

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Beati, e poveri di spirito

27/11/2010

Guardare una forte nevicata dalla posizione protetta di un bovindo, rannicchiati su un divano caldo: il “sublime dinamico” dei poveri di spirito.

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Anche i turchi amano

23/11/2010

Oggi mi sono preso un döner di fronte a casa. Il kebabbaro mi ha sbagliato le salse, e quando se n’è accorto si è scusato: “Perdonami ma sono innamorato! Ho la testa tutta da un’altra parte!”

(storia vera)

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Nascono i fior

26/10/2010

Sì lo so, è sin troppo facile idealizzare questo posto, e io sono sempre stato parziale verso la Germania, che ammiro, e poi chi va a vivere a Berlino si innamora subito e rischia di vedere tutto in rosa. Tutto vero, lo so. Però…

…però qui oggi ho pestato una merda di cane e, vi assicuro, non odora di niente.

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